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Gebrauchtwagen 2010 wieder gefragt

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Das Jahr 2010 war ein gutes für die Gebrauchtwagenhändler. Während die Zahl der Neuzulassungen sich stark verringerte, war dies bei gebrauchten Autos nicht der Fall. Um sieben Prozent wuchs die Zahl der Wagen, die den Besitzer im Vorjahr wechselten. Ein Großteil dieser Wagen kam aus dem Billigsegment und kostete weniger als 5.000 Euro.

Während das Jahr 2009 vor allem für Neuwagenhändler erfreulich war, konnten 2010 Gebrauchtwagenverkäufer wieder wesentlich mehr verdienen. Die Abwrackprämie hatte dafür gesorgt, dass 2009 die Zahl der Neuzulassungen um 20 Prozent gestiegen war und so fast zwei Drittel der verkauften Wagen frisch aus den Fabriken kamen. 2010 sank die Zahl der erstmals zugelassenen Autos um mehr als 20 Prozent, wodurch die Menge im Vergleich zum Jahr 2008 um sechs Prozent niedriger lag.

Angst vor Investitionen

Statt für ein neues Modell entschied sich im letzten Jahr die Mehrheit der Haushalte für einen Gebrauchtwagen. Hauptgrund hierfür dürfte vor allem der Preis sein. Die schlechte und sehr unsichere Wirtschaftslage des Vorjahres dürfte viele Menschen davon abgehalten haben, eine große Investition zu tätigen. Die Angst davor, seine Arbeit zu verlieren oder Gehaltseinbußen hinnehmen zu müssen, war zu groß, um viel Geld in ein neues Auto zu investieren oder sich für die kommenden Jahre hohe Raten für einen Kredit aufzubürden. Da ein Neuwagen 2010 im Schnitt mehr als 26.000 Euro kostete, ist diese Vorsicht durchaus verständlich. Die gekauften Gebrauchtwagen kosteten im Schnitt nur ein Drittel dieser Summe. Besonders viele Autos wurden im Billigsegment verkauft, das heißt, sie kosteten weniger als 5.000 Euro. 56 Prozent der gehandelten Wagen fielen in diese Preiskategorie. Insgesamt wurden fast 6,5 Millionen Gebrauchtwagen verkauft, die Zahl der angemeldeten Neuwagen lag dagegen bei lediglich knapp drei Millionen.

Premiumsegment stark

Vom Premiumsegment abgesehen gab es in allen Fahrzeugkategorien rückläufige Verkaufszahlen. Vor allem Anbieter von kleineren Autos hatten im Jahr 2010 Probleme Neuwagen abzusetzen. Dies gilt im Besonderen für Marken, die auf dem deutschen Markt traditionell schwächer vertreten sind. Bei Fiat brach der Absatz um die Hälfte ein, Skoda, Ford, Opel und Renault verzeichneten einen Rückgang um ein Drittel. Bei den Fahrern von hochpreisigen Modellen schien die Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg weniger latent als bei den Käufern kleinerer Wagen. In der Ober- und Luxusklasse gab es teilweise deutliche Zuwächse beim Verkauf von Neuwagen. So konnten die beiden deutschen Hersteller BMW und Porsche im Jahr 2010 um mehr als drei beziehungsweise sechs Prozent zulegen. Jaguar verkaufte fast neun Prozent mehr Autos als 2009 und Land Rover konnte 2010 sogar ein Drittel mehr Neuwagen absetzen als im Jahr zuvor.

 
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